YogaWalking & Waldbaden
Die Natur ist ein heilender Ort – besonders in Zeiten der Krankheit und Erschöpfung. Mit YogaWalking und Waldbaden öffnet sich ein Raum, in dem Du Dich sanft bewegen, achtsam atmen und wieder bei Dir selbst ankommen kannst.
YogaWalking verbindet ruhiges, rhythmisches Gehen mit wohltuenden Yogaübungen. Du aktivierst sanft Deinen Körper, stärkst Herz und Kreislauf, vertiefst die Atmung und lädst neue Energie auf. Speziell auf die Bedürfnisse von Menschen mit Krebserfahrung abgestimmt, kann diese Form der Bewegung dabei helfen, Erschöpfung (Fatigue) zu lindern, das Immunsystem zu unterstützen und neue Zuversicht zu wecken. Jede Einheit endet mit einer kurzen, stillen Meditation – ganz bei Dir, ganz im Moment. Früher verordneten Ärzte Krebspatienten gerne Ruhe und Schonung. Heute weiß man, wie wichtig Bewegung für einen positiven Therapieverlauf der Erkrankung ist.
Waldbaden, inspiriert vom japanischen Shinrin-Yoku, lädt Dich ein, mit allen Sinnen in die Atmosphäre des Waldes einzutauchen. Es ist mehr als ein Spaziergang – es ist ein achtsames Erleben von Duft, Licht, Stille und Lebendigkeit. Forschungen zeigen, dass die ätherischen Öle der Bäume – sogenannte Terpene – unser Immunsystem stärken und die Anzahl der natürlichen Killerzellen erhöhen können, die eine Rolle in der Krebsabwehr spielen.
In beiden Angeboten geht es nicht um Leistung,
🙏sondern um eine freundliche Hinwendung zu dir selbst
💙im eigenen Tempo, mit offenem Herzen.
🌿Die Natur trägt.
✨Die Bewegung belebt.
🌳Die Stille verbindet.
🌞Du bist herzlich eingeladen.
„Früher war ich die, die anderen vorausgelaufen ist.
Laufen war mein Ventil, mein Rhythmus, mein Zuhause. Fünfmal die Woche joggen, bei Wind und Wetter. Bewegung war für mich wie Zähneputzen – einfach selbstverständlich.
Und dann kam die Diagnose. Brustkrebs. Zack – alles stand still.
Die Chemotherapie hat meinen Körper komplett ausgebremst. Ich fühlte mich wie eine Fremde in meinem eigenen Körper: müde, schwach, kraftlos. Fatigue – dieses Wort kannte ich vorher nicht. Jetzt bestimmte es meinen Alltag.
Aber da war auch mein alter Bewegungsdrang. Ich konnte nicht einfach aufgeben. Also fing ich wieder an – nicht mit Laufen, sondern mit Gehen. Zwei Minuten. Dann drei. Mit jeder kleinen Einheit kam ein Stück von mir zurück.
Heute laufe ich wieder – langsamer, bewusster, aber mit derselben Leidenschaft. Bewegung war mein Weg zurück ins Leben. Sie hat mir nicht nur geholfen, die Nebenwirkungen besser zu verkraften. Sie hat mir mein Selbstvertrauen zurückgegeben.
Ich laufe wieder – nicht mehr anderen davon, sondern in mein neues Leben hinein." A. K. 55 Jahre
"Ich dachte, ich müsste stillhalten, um zu heilen.“
So beschreibt Anna den Moment, als sie nach der Diagnose Brustkrebs aufhörte, sich zu bewegen. Jeder Schritt fühlte sich schwer an – nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Die Chemotherapie nahm ihr die Kraft, die antihormonelle Therapie den Mut. Doch dann, bei einem Reha-Aufenthalt, entdeckte sie etwas Unerwartetes: den Waldweg hinter der Klinik.
Zuerst war es nur ein kurzer Spaziergang. Am nächsten Tag zwei Minuten länger. Dann fünf. Ihre Beine wurden stärker – und mit ihnen ihr Selbstvertrauen. Die Erschöpfung blieb, aber sie war nicht mehr lähmend. Die Gedanken wurden klarer, die Nächte ruhiger.
„Ich hätte nie gedacht, dass Bewegung so heilsam sein kann – fast wie ein Medikament“, sagt Anna heute.
Und sie hat recht: Studien zeigen, dass körperliche Aktivität nicht nur die Nebenwirkungen einer Krebstherapie lindern kann – sie schenkt auch ein Stück Lebensqualität zurück.
Bewegung – so wichtig wie ein Medikament
Dabei hat sich gezeigt, dass körperliche Aktivität messbar die Nebenwirkungen einer Chemo- oder antihormonellen Therapie reduzieren kann. Außerdem steigert sich die Leistungsfähigkeit und das Selbstbewusstsein wird gestärkt – was die Lebensqualität enorm verbessern kann. Insbesondere Stressgefühle und die häufig mit einer Krebserkrankung einhergehende Fatigue – eine über normale Müdigkeit hinausreichender Zustand der Erschöpfung – können durch Bewegung gelindert werden.
Es gibt zudem erste Hinweise, dass körperliche Aktivität das Rezidivrisiko bei Brustkrebs senken kann. Mehr Info hier
YogaWalking & Waldbaden
YogaWalking ist eine Kombination aus Walking und einfachen, effektiven Yogaübungen zur Vorbereitung und Nachbereitung des Walkings. Jede Einheit wird mit einer kleinen Meditation abgeschlossen. Die Einheiten sind speziell auf die Bedürfnisse von KrebspatientInnen zugeschnittenen.
Früher verordneten Ärzte Krebspatienten gerne Ruhe und Schonung. Heute weiß man, wie wichtig Bewegung für einen positiven Therapieverlauf der Erkrankung ist.
Mit Bewegung und Sport die Stabilität der Knochen verbessern
In vielfacher Hinsicht kannst Du von YogaWalking profitieren.
- Mit wohldosiertem Ausdauersport – Nordic Walking und Walking – können neben den allgemeinen Vorteilen der körperlichen Aktivität dem Knochenschwund (Osteoporose) vorgebeugt werden.
- Durch die schwungvolle Bewegung wird das Herz-Kreislauf-System trainiert, Stoffwechsel angeregt und die Muskulatur gestärkt.
- Atmung wird vertieft und erhöht die Zufuhr von Sauerstoff im Körper. Mechanik des Zwerchfells wird bei richtiger Atmung trainiert und unterstützt das Verdauungssystem.
- Messbare Parameter des Immunsystems werden günstig beeinflusst, was zu einer verbesserten Krebsabwehr führen kann.
- Frauen mit Brustkrebs können nach Aussagen einiger Fachärzte außerdem durch die Aktivierung der Muskelpumpe beim Schwingen der Arme direkt dem Auftreten eines Lymphödems in den Armen vorbeugen.
Nordic Walken / Walken sind eine gute Möglichkeit, auch mit einem Stoma Sport zu betreiben. Ein regelmäßiges und auf Krebspatienten abgestimmte Training kräftigt nicht nur den Körper, sondern auch die Psyche und trägt entscheidend zur Krankheitsbewältigung bei.
Hier werden die Arme bewusst mitgeschwungen. Die Rumpfmuskeln und Beine, insbesondere die der Füße, Waden, Oberschenkel und Gesäß werden gekräftigt.
Im Unterschied zum Joggen hat man beim Walken immer mit einem Fuß Bodenkontakt.
Dadurch ist die Stoßbelastung für die Gelenke geringer. Gelenke und Knorpel werden geschont.
Zur Unterstützung des Oberkörpers können Walking-Stöcke eingesetzt werden. Dies hängt von der Art des Krebses ab – bei Menschen mit Brustkrebs sind Stöcke jedoch weniger empfehlenswert.
Durch die besondere Geh- und Stocktechnik wird ein erweitertes Training erreicht, das die Muskulatur von Brust, Schultern, Hals und Rücken mit einbezieht.
Eine Kurseinheit dauert etwa 60 Minuten.
Die Teilnehmenden treffen sich in der Natur, erwärmen sich mit leicht zu erlernenden Yoga- und Atemübungen.
Danach beginnt das Walken – das zügige Gehen, bei dem jeder sein individuelles Tempo einhält.
Der Abschluss bildet eine kurze Meditation und Atemübung im Stehen.
Beide Sportarten sind auch für Untrainierte und Sport-Unerfahrene geeignet
YogaWalking für Krebspatienten: Sanfte Bewegung an der frischen Luft zur Stärkung von Körper und Geist. Finde neue Energie, verbesser Deine Ausdauer und fördern Dein Wohlbefinden.
Waldbaden – Krafttanken in der Natur
Vermutlich sind Dir schon einmal die positiven Auswirkungen des Waldes als Ort der Ruhe für Dein Wohlbefinden aufgefallen? Hast Du aber gewusst, dass sogar Dein Körper von der Heilkraft des Waldes profitieren kann?
Shinrin-Yoku, japanisch für „Baden im Wald“, wird in Japan als Bestandteil eines gesunden Lebensstils gepriesen.
An japanischen Universitäten ist Waldmedizin ein anerkanntes Forschungsgebiet. Gesundheitliche Effekte von Waldbaden wurden in Studien sowohl auf die Psyche, etwa bei Depression, als auch auf Kreislauf, Immunsystem, die Atemwege und viele weitere Körperfunktionen festgestellt. Bereits ein kurzes Waldbad verbessert Atmung, Puls und Blutdruck und senkt den Stresslevel.
Man vermutet, dass die therapeutische Wirkung des Waldes auf Körper und Seele auf Terpenen beruht.
Terpene sind Ingredienzen ätherischer Öle, die aus Rinde und Blättern von Bäumen, Sträuchern und anderen Pflanzen ausdünsten. Sie stärken unser Immunsystem. Bäume entfalten ihre Heilkraft bereits, wenn wir sie ansehen: Das Grün wirkt beruhigend auf Körper und Seele
Wie badet man im Wald und wie kann es krebskranken Menschen helfen?
Waldbaden bedeutet so viel wie Eintauchen in die Waldatmosphäre. Es ist nicht nur ein Spaziergang, es ist eine achtsame Auszeit, bei der man den Wald mit allen Sinnen erfahren kann.
Die Teilnehmenden werden dazu angeleitet, sich bewusst im Wald zu bewegen. Dabei wird zum Beispiel auf Geräusche und Gerüche im Wald geachtet, mit bestimmten Übungen die Wahrnehmung aktiviert – verbunden mit Atem- sanften Bewegungsübungen und Meditationen.
Waldduft ist wie Medizin
Neuere Forschungen belegen sogar, dass bestimmte Stoffe, welche die Bäume abgeben, unser Immunsystem hochfahren. Bäume, Sträucher und Gräser im Wald verströmen chemische Botenstoffe.
Diese Duftstoffe enthalten unter anderem auch Terpene, die einen Einfluss auf unser Immunsystem haben.
Mehr Killerzellen gegen Krebs
Studien aus Japan zeigen zudem, dass „Waldbaden“ Killerzellen gegen Krebs aktiviert. So steigt nach einem längeren Aufenthalt im Wald nachweislich die Zahl bestimmter Abwehrzellen, der natürlichen Killerzellen oder kurz NK, die zur Gruppe der Leukozyten gehören. Sie sind nicht nur wichtig zur Bekämpfung von Viren und Bakterien, sondern identifizieren vor allem Krebszellen und leiten deren programmierten Zelltod, die Apoptose ein. Zusätzlich produziert der Körper unter dem Einfluss der Waldtherapie wesentlich mehr Proteine, die zusätzlich Krebszellen angreifen.
Angebot: Heilsame Auszeit im Grünen
Eintauchen in die wohltuende Atmosphäre des Waldes, physischer und psychischer Abstand vom Alltag, mit allen Sinnen entspannen und dadurch spürbar entschleunigen, Energie tanken, zu sich selbst und zur Natur kommen und den Körper und das Immunsystem stärken – das ist Waldbaden.
Anders als beim Wandern oder Laufen geht es nicht darum, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Es ist die bewusste Wahrnehmung des Waldes, auf die es ankommt.
Unterstützt durch folgende Inhalte
- Atem- und Achtsamkeitsübungen
- kurze Meditationen und
- sanfte Yogaübungen
- kurze Tai-Chi Sequenzen
- Innehalten
- Entschleunigen, & Akku aufladen
Kreativ sein kann man auch ganz ohne Kleber und Schere. Der Wald bietet zahlreiche Naturmaterialien zum Basteln. Daraus kann man z. B. fantasievolle Mandalas entstehen lassen.
Bitte mitbringen:
Dem Wetter angepasste Kleidung, feste Schuhe, Getränk
Bitte beachten Sie:
- dass es im Wald ein paar Grad kühler sein kann
- und dass Sie auch schmutzige Kleider bekommen können!
Teilnahmegebühr: 15,- € (Gruppentarif)
Termine sind auch einzeln buchbar: 60-120 Minuten. Preis nach Vereinbarung